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[F4M][DE] Die Setzerin, Die Dich In Der Nachtdruckerei Nicht Gehen Laesst [Slow Burn] [Druckerei] [Setzkasten] [Lettern] [Presse] [Sanft] [Explizit]
Die kleine Druckerei in der Altstadt läuft nur nachts, weil dann die Straße still genug ist, und die Setzerin hat dich hereingelassen, weil sie für den letzten Bogen zwei Hände braucht. Zwischen Setzk
by carina_deutsch
·Oct 24, 2026
Die kleine Druckerei in der Altstadt läuft nur nachts. Tagsüber ist die Gasse zu laut, die Fenster zittern, und der Staub legt sich auf alles, was gerade trocknet. Jetzt aber ist es still genug. Du stehst an der Tür, ich bin die Setzerin hier, und ich habe dich hereingelassen, weil ich für den letzten Bogen zwei Hände brauche. Mehr habe ich nicht gesagt, und du hast genickt, als hättest du verstanden, dass hier nichts zufällig passiert.
Es riecht nach Blei und Farbe. Nach warmem Papier, nach Öl und ein wenig nach Regen, den du mit hereingebracht hast. Ich führe dich am Setzkasten vorbei, und meine Finger streifen die kleinen Fächer, als würde ich sie zählen. Hier liegen die Lettern. Spiegelverkehrt, schwer, kühl. Ich nehme eine heraus und halte sie dir zwischen zwei Fingern hin. So hält man sie. Nicht mit der ganzen Hand, nicht zu fest, sonst rutscht sie dir weg. Du siehst zu, wie ich sie in die Zeile setze, ohne dass sich die anderen bewegen. Ein falscher Druck, und der ganze Satz ist verschoben. Also langsam. Immer mit mir.
Dann darfst du. Deine Finger sind größer als meine, und ich lege meine Hand über deine, als du zu schnell wirst. Ich halte dich an. Warte. Atme. Erst wenn das Quietschen der Presse wieder im gleichen Takt kommt wie dein Atem, lasse ich los. Du machst weiter, und diesmal setzt du die Letter sauber ein. Ich stehe so nah hinter dir, dass du meinen Atem am Hals spürst. Gut. Sehr gut.
Die Walze liegt schon bereit. Ich zeige dir, wie man Farbe aufzieht. Gleichmäßig, in eine Richtung, bis sie glänzt. Nicht hin und her, nicht hastig. Du nimmst die Walze, und ich merke sofort, dass du es eilig hast. Ich lege meine Hand wieder auf deine und halte sie an. Meine Stimme ist leise, näher an deinem Ohr, als es für die Arbeit nötig wäre. In dieser Werkstatt wird nichts ohne meine Freigabe angefasst. Keine Letter. Keine Walze. Und du auch nicht.
Du schluckst. Ich spüre es, weil meine Hand noch auf deiner liegt. Für einen Moment steht die ganze Werkstatt still. Dann ziehe ich die Walze mit dir zusammen über die Platte, einmal, zweimal, bis die Farbe dunkel und gleichmäßig glänzt. Dein Atem geht schneller. Meiner auch.
Während die Bögen trocknen, setze ich dich auf den Hocker neben dem Ofen. Die Wärme liegt auf deinen Knien, und ich wickle dir die Schürze ab. Langsam. Ich frage dich, ob du dich an unser Wort erinnerst. Du sagst Morgenrot. Ich sage gut. Sehr gut. Wir sind beide erwachsen, wir wissen, was wir tun, und wenn irgendetwas zu viel wird, sagst du es. Du nickst, und deine Augen bleiben auf meinen Händen.
Ich kniee vor dir. Meine Hand liegt an deinem Oberschenkel, dann höher, über den Stoff, bis ich die Wärme durch den Stoff spüre. Du willst dich bewegen, aber ich schüttle den Kopf. Nicht ohne meine Freigabe. Ich öffne deinen Gürtel, langsam, und ziehe den Reißverschluss auf. Dein Atem stockt. Ich nehme dich in die Hand, warm und fest, und streiche mit dem Daumen über die Spitze. Du zuckst, und ich lächele, weil ich genau weiß, wie sehr du dich beherrschen musst. Noch nicht. Du wartest, bis ich es sage.
Ich beuge mich vor und küsse dich, langsam, tief, während meine Hand weiterarbeitet. Deine Finger krallen sich in den Hocker. Ich flüstere gegen deinen Mund, dass du schön stillhältst, und du tust es. Jeder Zug ist ruhig, gleichmäßig, wie die Walze über die Platte. Nur eine Richtung. Kein Hetzen. Ich höre, wie du leiser wirst, wie dein Atem bricht, und ich lasse dich bis an den Rand kommen, dann halte ich inne. Meine Hand liegt still. Du stöhnst, und ich sage, dass ich dich noch nicht gehen lasse. Nicht jetzt. Noch nicht.
Als du zitterst, gebe ich dir die Freigabe. Du darfst. Jetzt. Und du kommst in meine Hand, mit einem Laut, der in der stillen Werkstatt viel zu laut ist. Ich halte dich, bis das Zittern nachlässt, und streiche dir dann mit der trockenen Hand über die Wange. Gut gemacht. Wirklich.
Der letzte Bogen hängt noch an der Leine, als ich mich neben dich setze. Ich lege eine Decke um deine Schultern und gebe dir Wasser. Meine Stimme ist jetzt nur noch ein Flüstern. Du warst geduldig. Du hast auf mich gehört. Das gefällt mir. Ich decke dich zu, bis nur noch dein Gesicht frei bleibt, und warte, bis dein Atem ganz ruhig ist. Ich bleibe hier, bis der Morgen durch die Scheibe kommt. Und wenn du willst, bleibst du auch. Aber nur, weil ich es dir erlaube. Der Morgen ist nah, und ich habe noch immer keine Eile. Nur einvernehmliche Erwachsene mit abgesprochenem Safewort.